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07 Mai 2017

Kürzlich waren wir ein paar Tage im Elsass unterwegs. Für mich als absoluter Genussmensch ist das Essen eine der wichtigsten Facetten im Urlaub - ich möchte typische Spezialitäten probieren, genieße es, Orte zu erkunden, an denen sich Einheimische aufhalten und suche nicht die Brezel und die Bildzeitung im Ausland.
Ein Schlüsselerlebnis aus dem Urlaub auf Fuerteventura: wir sitzen im Restaurant des Hotels, ein älteres Pärchen, offensichtlich frisch eingetroffen, bedient sich am reichhaltigen Buffet, bestellt jeweils ein Glas Wein und setzt sich an den Nachbartisch. Er hebt das Glas und prostet seiner Frau zu, mit den Worten "wie sagt man hier? Jia mas!" - Sie stimmt zu, stochert in ihrem Salat in einer weißen Creme und meint "Tzatziki habe ich auch gefunden!" Ich war fassungslos, wie man sich um 4000-5000km verschätzen konnte - oder eher: wie man sich so wenig für die (Ess-)Kultur des Urlaubslandes interessieren konnte!

Für Euch habe ich ein paar Eindrücke aus Restaurants und Cafés zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland gesammelt und zusammengetragen:


Weißes Kreuz, Schlüsselstr. 8, 79395 Neuenburg am Rhein, Deutschland
gutbürgerliche Küche mit Wein aus eigenem Anbau und Hausbrennerei
gegessen: Schweinemedaillons mit Calvados-Rahm und Spätzle, vorweg einen gemischten Salat
Service: sehr aufmerksam, zuvorkommend, präsent und gleichzeitig zurückhaltend, unheimlich sympathisch
Fazit: das Essen war reichhaltig und sehr lecker, auch wenn meine Medaillons etwas früher aus der Pfanne hätten kommen können. Der Service hat das zweifelsohne wett gemacht. Der Salat hat keine Wünsche offen gelassen, von Karottensalat mit etwas Meerrettich, über Krautsalat mit Speck bis Selleriesalat mit verschiedenen Blattsalaten war alles dabei! Der Wein war sehr gut gewählt und lecker, das Preis-Leistungs-Verhältnis war gut bis sehr gut.


Crêperie am Kohlenberg, Kohlenberg 8, 4051 Basel, Schweiz
Crêpes süß & salzig in shabby vintage Ambiente mit Geschenk- und Vintageboutique in der 1. Etage
gegessen: Crêpe mit Nutella und Bananen
Service: freundlich und aufmerksam
Fazit: die Crêpes werden sehr liebevoll angerichtet und der riesige Papiervorhang, der als Gästebuch dient, zeugt davon, wie viele Menschen hier schon glücklich wurden. Die Einrichtung ist zuckersüß mit viel Liebe zum Detail, dennoch finde ich 10€ für ein Crêpe total überzogen. Generell ist das Preisniveau in der Schweiz aber ein anderes.



Eiscafé Acero, Rheingasse 13, 4058 Basel, Schweiz
alternatives Café mit Eis, Waffeln, Mezze und Salaten, alles hausgemacht
gegessen: Tonkabohnen- und Pistazien-Eis, Rooibos-Tee dazu getrunken
Service: freundlich und sympathisch
Fazit: von außen nicht sichtbar ist der kleine Innenhof mit Brunnen, in dem man gemütlich sitzen und das leckere, geschmacksintensive Eis genießen kann. Es steckt viel Herzblut in diesem Kaffee, das merkt man den Mädels an. Das Preisniveau ist typisch: 4€ für ein kleines Eis, 6,50€ für eine Kanne Tee.


L'Escale Gourmande, 2 rue de la Gare, 68110 Illzach, Frankreich
französisch-elsässische Küche, Fokus auf Crêpes
gegessen: Galettes de sarrasin au blé noir (Buchweizenpfannkuchen) "Cocotte" mit Hähnchen, Champignons, Emmentaler und Ei, Crêpe caramel au beurre salé (Salzkaramell)
Service: aufmerksam und zuvorkommend, sehr flexibel und auch offen für Wünsche außerhalb der Karte, sympathisch
Fazit: ansprechendes, modernes Ambiente, leckeres Essen mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis und sehr nettem Service.


Boulangerie Claude Kraetz, 6 Place Jeanne d'Arc, 68000 Colmar, Frankreich
französische, traditionelle Bäckerei/ Konditorei, mehrfach ausgezeichnet
gegessen: Croissant, Moelleux au chocolat, Tartellette aux fraises
Service: sehr aufmerksam, bemüht uns jeden Wunsch zu erfüllen, sehr sympathisch und geduldig, trotz des großen Andrangs
Fazit: das Croissant kam frisch aus dem Ofen und war das beste, das ich je probiert habe. Das Schokoladenküchlein hatte Schokoladenstückchen, eine Masse, die von der Konsistenz an Nougat erinnert hat und war genau das richtige für den Schokoladensüchtigen auf der Suche nach dem Goldenen Schuss. Das Erdbeertörtchen hat der Mann verspeist und war sehr angetan, Preis-Leistungsverhältnis sehr fair und absolut empfehlenswert.


Jacques Bockel, Planet Chocolate, u.a. in der Rue des Serruriers in Colmar, Frankreich
Schokoladenmanufaktur mit 9 Verkaufsstellen im Elsass
gegessen: diverse Pralinen aus dem reichhaltigen Angebot
Service: zuvorkommend, auskunftsfreudig und hilfsbereit
Fazit: ein schier endloses, vielfältiges Angebot an Schokoladenprodukten in verschiedensten Motiven (Herrenhemden, Oldtimer, Holzstifte, Champagnergläser, Handys, ...), Pralinen, Schokoladen(-tafeln) und einer elsässischen Nuss-Nougat-Creme mit verschiedenen Schokoladenanteilen, eine Fundgrube für leckere Geschenkideen.


Marché Couvert, Markthalle, 13 Rue des Écoles, 68000 Colmar, Frankreich
kleine, übersichtliche Markthalle mit zahlreichen Gelegenheiten für ein kleines Mittagessen
gegessen: ein Stück Quiche mit Munster (Käse) und Salat
Service: freundlich und sympathisch
Fazit: für einen schnellen Snack absolut geeignet, Preis-Leistungsverhältnis sehr fair


Patisserie Gilg, 60 Grand Rue, 68000 Colmar, Frankreich
Patisserie (Konditorei) in der dritten Generation
gegessen: diverse Macarons und ein Walnuss-Himbeer-Törtchen
Service: lediglich Verkauf ohne Sitzgelegenheiten, keine Aussage möglich
Fazit: was die Macarons angeht konnte Gilg nicht mit meinem persönlichen Favoriten mithalten, sie waren aber sehr gut, keine Frage. Das Törtchen war der blanke Wahnsinn, ich finde kaum Worte das zu beschreiben und wenn ich im Nachhinein daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen.


Goldener Engel, Münsterplatz 14, 79098 Freiburg im Breisgau, Deutschland
Badisches Restaurant mit gut bürgerlicher Karte
gegessen: Linsen mit Spätzle, Kalbsgulasch mit Spätzle, warmer Schokoladenkuchen mit Vanilleeis
Service: freundlich, offen für Sonderwünsche, trotz vollem Restaurant
Fazit: dass so viele Engel in allen Varianten auf so kleinen Raum passen hätte ich nicht erwartet. Die Wartezeit haben wir damit überbrückt uns in dem kleinen Restaurant umzusehen. Zuckersüß: die Tische für zwei Personen sind in Nischen in der Seitenwand. Insgesamt sehr warmes, einladendes Ambiente. Das Essen war lecker, sowohl die Linsen als auch das Gulasch schmeckbar selbstgemacht, das Preis-Leistungsverhältnis absolut in Ordnung, erst recht so zentral auf dem Münsterplatz.

Meine besonderen Empfehlungen als Naschkatze sind zweifelsohne die Bäckerei Claude Kraetz und die Konditorei Gilg in Colmar, beide sind mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben.
Wie macht Ihr es im Urlaub? Sucht Ihr das Gewohnte oder das Unbekannte? Recherchiert Ihr im Vorfeld oder lasst Ihr Euch treiben? Woran erkennt Ihr eine gute Location?

Eure Christina

03 Januar 2016

Habt Ihr die Urlaubsplanung für 2016 schon fertig? Plant unbedingt noch einen Trip nach London ein! Warum? Darum: Seit ich vor dreieinhalb Jahren in London war, habe ich diese Stadt nicht vergessen. Bei unserem Kurztrip damals (*zum Bericht hier klicken*) hatte ich mich verliebt in dieses bunte Fleckchen mit der gelungenen Mischung aus konservativ und modern, alt und neu, royal und einfach, Glas und Stein, schick und hässlich, Punk und Romantik, ... ich könnte noch so viel mehr schreiben! Heute habe ich einige Schnappschüsse und kulinarische Geheimtipps für Euch:

Buckingham Palace

Buckingham Palace

In der Brick Lane im Osten Londons reiht sich ein indisches Restaurant an das nächste, wir sind bei "Aladin" eingekehrt - und haben wahnsinnig gut gegessen! Man sagt es sei das beste Curryhaus Londons, es war viel los und einige Gäste mussten wegen Überfüllung abgewiesen werden.

Aladin London

Eine Mischung aus Shop mit Snacks zum Mitnehmen, Bistro mit Kleinigkeiten und Kaffee und Pizzeria mit Holzofen ist das "Warehouse" aus der Kette von Benugo ebenfalls im Osten Londons in der Commercial Road.

Benugo London

Es gibt dort suuuperleckere Paninis mit toll abgestimmten Zutaten, die sich geschmacklich unheimlich gut zusammenfügen. Ich hatte beispielsweise spanische Chorizo, Ziegenkäse, Tomaten, Basilikum und irgeneine süßliche Komponente, die ich nicht genau ausmachen konnte:

Benugo London

Wenn Ihr in eine Sportsbar gehen und mit den Londonern ein Feierabend-Bierchen trinken möchtet, seid Ihr im "Jetlag" gut aufgehoben (für alle Fußballverrückten wird dort auch die deutsche Bundesliga gezeigt). Dort gibt es neben klassischen Burgern auch mexikanische Quesadillas:

Jetlag Sportsbar

Absolutes Pflichtprogramm in London: der Camden Market. Shabby, ausgefallen, vintage, retro, Ramsch, der Markt ist so bunt wie die Menschen dort. Für kleines Geld kann man am ungarischen Stand gut bodenständig essen und wird satt für einen ganzen Tag, selten genug in London.

London

hungarian food

Wer nach einer großen Portion vegetable stew und Kartoffelspalten noch süßen Hunger hat, kann noch ein Stückchen ungarischen Honigkuchen essen:

hungarian food

...oder man greift hier zu (abends im Ausverkauf vier Stück für ein Pfund, aber ganz frisch schmecken sie besser), der Mann links mit der Mütze ist übrigens der Besitzer des Stands (falls Ihr Euch jetzt eine hübsche Blondine mit Schürze vorgestellt hattet)

london

Ich persönlich mag den Piccadilly Circus bei Dämmerung am liebsten, so sieht man die beeindruckenden Reklametafeln, aber kann auch die unheimlich aufwändig strukturierten Fassaden sehen. Jetzt im Winter müsste man dann natürlich schon nachmittags hin, das haben wir dieses Mal nicht geschafft, da saßen wir noch...

London

...in meinem persönlichen Lieblingsparadies, das ich in den vier Tagen, die wir da waren, zweimal besuchen musste: Peggy Porschens Parlour, ihr kleiner Laden in der Ebury Street nahe der Victoria Station. Wenn ich die Klinke der rosa Tür herunterdrücke und in diesen winzigen Laden mit den drei Tischchen komme, geht mir das Herz auf. Alles ist liebevoll und mit einem Blick für Details dekoriert, alles passt ganz wunderbar zusammen. Schon beim letzten Mal war ich total angetan! Zu dem salted caramel cupcake sage ich lieber gar nichts, denn Worte können nicht beschreiben, was da im Mund passiert...

London

Peggy Porschen

Peggy Porschen

Peggy Porschen

Peggy Porschen

Eine weitere Station, die man als Foodie besucht haben muss, ist "Recipease" von Jamie Oliver; wir sind bei unserem Spaziergang durch die Straßen von Notting Hill daran vorbeigekommen. Im Erdgeschoss sollte man am besten einen gut gefüllten Geldbeutel dabei haben, da gibt es allerlei Zubehör für die Küche und Delikatessen zu kaufen (mir ist ein Set Emaille Auflaufformen samt Tasche in die Hand gesprungen). Im ersten Stock oben kann man dem vorbeifahrenden Verkehr vor den bunten Hauswänden zusehen und Leckereien essen.

Notting Hill

Jamie Oliver

Recipease

Salad

Notting Hill

Urlaubsplanung verworfen? London eingeplant? Also für mich steht fest: ich war nicht zum letzten Mal dort! Wir haben einige neue Ecken entdeckt und ich bin mir sicher, das war längst nicht alles! Und allein für einen Cupcake von Peggy lohnt sich der Trip...

Eure Christina

03 Oktober 2014

Unseren Sommerurlaub haben wir dieses Jahr auf Sardinien verbracht. Ein paar Tage lang haben wir uns offline-Leben mitten in der Pampa auf einem Bed&Breakfast Bauernhof oder agriturismo gegönnt. Jeden Morgen erwarteten uns selbstgebackene Kekse und Kuchen zum Frühstück, was für ein Luxus! Ein Kuchen schmeckte uns besonders gut, weil er für einen Rührkuchen sehr saftig war und trotzdem flaumig, da habe ich mir das Rezept geben lassen:


Ricotta-Kuchen

Zutaten:
200g Zucker
1 EL Vanillezucker
50g Butter
2 Eier
250g Ricotta
200g Mehl
1-2EL Kakao
1 Prise Salz
1 Pck. Backpulver

Zubereitung:
Zucker mit Butter dick cremig aufschlagen, Ricotta und Eier zugeben. Mehl mit Kakao, Salz und Backpulver mischen und unterrühren, in eine Guglhupfform geben und bei 180°C backen.


Bei diesem Rezept kann ich bedenkenlos sagen: geht schnell, macht nicht viel Mühe, bis auf Ricotta hat man eigentlich alle Zutaten im Haus und kann sofort loslegen. Außerdem schmeckt er auch am nächsten Tag noch richtig lecker, weil er schön saftig ist. 



Ich möchte ihn auf jeden Fall auch mal ohne Kakao probieren und vielleicht mit Zitrone oder Limette aromatisieren, das stelle ich mir auch sehr lecker vor!


Wie konserviert Ihr Urlaubserinnerungen? Bei mir ist das fast immer kulinarischer Natur: ich bringe typische Süßigkeiten oder Käse mit, dieses Mal waren auch Würste ("salsiccia") dabei und wenn wir dann wieder zuhause sind, schwelgen wir in Urlaubserinnerungen und essen nochmal das, was uns dort so geschmeckt hat... 
Interessiert Euch ein ausführlicherer Reisebericht? Oder seid Ihr schon im Herbst angekommen?

Eure Christina

16 März 2014

Zwei Wochen ist es nun schon her, das inspirierende, herzerwärmende, informative, spaßige, phantastische Wochenende mit so vielen tollen Menschen hier bei uns in der Nähe in Reutlingen! Weil Bilder mehr sagen als tausend Worte und Ihr auf zahlreichen anderen Blogs schon tolle Berichte lesen konntet, möchte ich auf viel Text verzichten und die Bilder erzählen lassen...
Ich wusste nicht wirklich was da auf mich zukommt und war dann ganz angetan von dem interessanten Angebot an Sessions, dem superleckeren Essen und den vielseitigen Menschen.


Entschieden habe ich mich für Sessions rund ums Bloggen (SEO, Kooperationen mit Unternehmen und Verlagen, Bilderklau...), eine Teeverkostung mit grünem Tee, eine Session rund um Schokolade und eine rund um Foodfotografie. Wenn Euch interessiert, was es sonst noch gab, dann klickt mal auf den Sessionplan.






Verköstigt wurden wir quasi pausenlos, entweder, weil es gerade eine Session dazu gab oder weil es wieder "an der Zeit" war... :-) Ich hatte an dem Wochenende gar nicht die Gelegenheit ein Hungergefühl zu entwickeln!








Das schöne Geschirr von Villeroy und Boch war ausgestellt und besonders diese Dip-Schälchen haben es mir angetan...


Eigentlich sollte ich es mittlerweile wissen, aber ich bin doch jedes Mal von Neuem angetan, wie gut Blogger zu einander passen und wie harmonisch solche Runden sind! Endlich hatte ich auch mal die Gelegenheit meine PAMK-Tauschpartnerinnen Britta und Natalie (näher) kennenzulernen. Britta ist von "Glasgeflüster" und wir hatten Schokoladen-Pakete getauscht! Die Geschichte von Natalie ("Holunderweg 18") und mir erzähle ich immer wieder gern: Das Weihnachtspaket damals habe ich noch 400km weit nach Essen geschickt und jetzt wohnt sie in meinem Nachbarort!!!
Aber zurück zum Foodbloggercamp! Nachdem die Köpfe mit Informationen und die Bäuche mit kulinarischen Highlights voll waren, gab es noch eine Verlosung bei der ich zwei Grillteller von Villeroy und Boch gewonnen habe, was mich besonders gefreut hat! Und als ob das nicht schon genug wäre, gab es neben jeder Menge Lebensmitteln, die übrig waren und verteilt wurden auch noch ein prall gefülltes Goodie Bag mit wirklich unglaublichem Inhalt!






Vielen Dank an das Orga-Team Mella und Jan, die keine Mühen gescheut haben das Event auf die Beine zu stellen, an Markus von Cooking Concept für die wirklich schöne Location, viel Geduld und Einsatzbereitschaft und an all die Sponsoren, die dieses unvergessliche Wochenende unterstützt haben!
CookingConcept Küchen Atlas RezepteBuch.com GALERIA Kaufhof HÄDECKE CUCINIALE Kissyo Villeroy & Boch Sonnentor Eiszeitquell Lock & Lock lovechock - happiness inside Madavanilla Mindjazz Pictures GAZI DELINAT - Wein aus gesunder Natur sonntagmorgen.com - Zeit für guten Kaffee DELI CHROMA Cnife walls.io
Wenn Euch interessiert, wie andere Blogger das Event fanden, dann klickt mal auf die Übersicht der Recaps.

Eure Christina