17 Mai 2015

Wie war das mit den Stillen Wassern? Den grauen Mäuschen? Unscheinbar, unbeachtet und unterschätzt - an sie kann sich keiner erinnern, wenn er von der letzten Feier spricht, keinem sind sie aufgefallen. Eigentlich ungerecht, denn so gibt ihnen keiner eine Chance sie näher kennenzulernen. Nur weil sie sich nicht in den Mittelpunkt stellen, geht man davon aus, dass sie im Mittelpunkt auch nichts zu erzählen hätten?!
So ein stilles Wasser habe ich heute im Gepäck, lasst Euch ja nicht von dem unscheinbaren Aussehen täuschen, denkt ja nicht dass das wieder nur ein schnödes Glasdessert wäre, nicht mal besonders hübsch anzusehen...

Schokolade, Salzkaramell

Schoko-Salzkaramell im Gläschen

Zutaten für 12 Gläschen:
200g Vollmilchschokolade
400ml Sahne
2 Eigelb
1 Dose gezuckerte Kondensmilch (karamellisiert)
1 TL Fleur de Sel
ggf. etwas Milch

Zubereitung:
Schokolade hacken. 200ml Sahne in einen kleinen Topf geben und erwärmen, Schokolade zugeben und rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Eigelb kurz aufschlagen und in die Masse einrühren, kalt stellen bis die Masse gut durchgekühlt ist.
Karamell mit dem Salz verrühren. Schoko-Sahne-Masse vorsichtig aufschlagen bis sich eine feste Creme ergibt. 12 Gläschen vorbereiten und etwa fingerdick mit der Schoko-Creme füllen. Darauf etwa genauso hoch Karamell einfüllen. Restliche Sahne aufschlagen. Rest Schoko-Creme und Sahne abwechselnd in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und die Creme zweifarbig auf das Karamell spritzen. Restliches Karamell mit etwas Milch fließfähig machen und über der Creme verteilen. Nach Geschmack mit etwas Fleur de Sel bestreuen.

Ich habe ein Fleur de Sel mit Hibiskusblüten verwendet, das in einem wunderschönen Violett daherkommt, ich bin ganz angetan von dieser Farbe!

Glasdessert

So unscheinbar diese kleinen Gläschen sind, so spannend ist das Gefühl, das sie im Mund verbreiten: sahnig-schokoladig, dann salzig-süß, dann schokoladig-herb - eine kleine Explosion auf der Zunge. Auf der Party, auf der sie mein Beitrag zum Buffet waren, kam ein fremder Gast auf mich zu, um mir zu sagen, dass das das beste sei, was er je in seinem Leben gegessen hätte! Was für ein wunderschönes Kompliment! (Die Herzchen in meinen Augen müsst Ihr Euch jetzt denken!:-))

Dessert

Ich hoffe ich habe Euch jetzt überzeugen können, Ihnen eine Chance zu geben?! Dann ab in die Küche und einen traumhaft schönen Sonntag!

Eure Christina

26 April 2015

Der Rhabarber ist ein ziemlicher Mistkerl, nicht umsonst heißt er auch "gemeiner Rhabarber": er lockt mit seiner rosaroten Farbe an, verspricht süß und schmackhaft zu sein, sticht mit seiner aggressiven Säure in die Zunge und verwöhnt sie dann mit seiner unverwechselbaren Süße, lässt uns kommen und stößt uns wieder ab. Er geht gern kurze Intermezzi mit süßen roten Früchtchen ein, turtelt aber auch gern mit schneeweißen Schäumchen herum. Keinen lässt er an sich heran, sie dürfen ihm beide zur Seite stehen, aber weder Erdbeere noch Baiser werden die Aufmerksamkeit auf sich lenken können, ihm allein gehört die große Bühne - aber dafür lieben wir ihn doch auch, oder?


Rhabarber-Baiser im Glas

Zutaten (für 16 Gläschen):
500g Rhabarber
100g Zucker

200ml Sahne
250g Mascarpone
150g griechischer Joghurt
2-3 EL Zucker

16 Kekse (z.B. Hobbits von Brandt)
3 Eiweiß
70g Zucker

Zubereitung:
Rhabarber waschen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker in einen Topf geben, saften lassen. Erwärmen und leicht köcheln lassen bis der Rhabarber zerfällt, abkühlen lassen. Sahne und Mascarpone mit dem Zucker cremig schlagen, Joghurt zugeben und weiterschlagen bis sich eine homogene Masse ergibt. 
16 Gläschen vorbereiten und den Rhabarber verteilen. Sahne-Joghurt-Masse ebenfalls verteilen und etwas glattstreichen. Je einen Keks auf die Masse geben und die Gläschen bis kurz vor dem Servieren kalt stellen.
Ofen mit Heißluftgrillfunktion auf 160°C vorheizen. Eiweiß mit dem Zucker sehr steif schlagen und in einen Spritzbeutel füllen, Baiser nach Belieben auf die Kekse spritzen. Die Gläschen auf der zweiten Schiene in den Ofen geben und etwa 2-4min bräunen, dabei nicht aus den Augen lassen. 


Das Bräunen geht sehr schnell, beobachtet die Gläschen unbedingt! Es kann auch sein, dass sie erst unregelmäßig braun werden, ich habe nach 2min die ersten herausgeholt damit sie nicht zu dunkel werden, das Blech gedreht und sie dann nochmal für 2min hineingegeben. Der Bräunungsgrad ist dabei natürlich Geschmackssache, also nehmt Euch hierfür ein paar Minuten Zeit.
 
Wenn Ihr die Gläschen im Kühlschrank lagert, wird das Baiser weich, es empfiehlt sich, diese kleinen Schätzchen in einen kühlen Keller zu stellen, wenn es jetzt wärmer wird - oder Ihr esst sie einfach alle sofort! :-)


Ich hatte sie bei einem Geburtstag als Buffetbeigabe dabei und sie waren in Windeseile aufgegessen, obwohl es jede Menge Alternativen gab. Selbst der beste Mann von allen, der eigentlich keinen Rhabarber mag, war überzeugt (und das will was heißen!!!). Mir persönlich haben sie das Herz vor allem durch ihre Optik gestohlen, dass der Rhabarber mit dem süßen Baiser eine vielversprechende Verbindung eingeht, war ja zu erwarten ;-)

Eure Christina

19 April 2015

Aufgepasst!!! Der Frühling ist in vollem Gange, die Bäume blühen, überall leuchtend bunte Farben und sattes Grün und die Sonnenstrahlen kitzeln schon in aller Frühe die Haut... Ich bin ein absolutes Sonnenkind, brauche die Sonne wie die Luft zum Atmen und friere von Oktober bis März eigentlich durchgehend. So langsam komme ich nun also auf Betriebstemperatur und freue mich schon riesig auf den Sommer, auf blauen Himmel, leichte Kleider und darauf, die Augen zu schließen und die warme helle Sonne auf der Haut zu spüren...
Der Kuchen, den ich heute dabei habe, gibt einen kleinen Vorgeschmack darauf: er ist so fluffig-cremig, dass er auf der Zunge zergeht, dazu saftige Kirschen und ein Hauch Südsee...


Kirsch-Kokos-Kuchen

Zutaten für den Teig:
100g Kokosraspel
150g Mehl
120g Butter
80g Puderzucker
1 Ei

Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und eine Springform damit belegen, dabei einen Rand bilden. Die Form kalt stellen.


Zutaten für die Creme:
1 Dose Kokosmilch (400ml)
100ml Milch
3 EL Zucker
1 Pck. Puddingpulver

2 Becher Schmand
1 Becher saure Sahne
3 EL Zucker
50g Kokosraspel

1 Glas Kirschen

Zubereitung:
Aus der Kokosmilch, der Milch, dem Zucker und dem Puddingpulver einen Pudding nach Packungsanleitung kochen. Topf beiseite stellen und abkühlen lassen, dabei immer wieder durchrühren, damit sich keine Haut bildet. Kirschen abtropfen lassen.
Schmand, saure Sahne, Zucker, Kokosraspel und Pudding verrühren und auf den Teig in der Springform gaben. Bei 175°C im vorgeheizten Ofen etwa 80min backen und bei leicht geöffneter Ofentür abkühlen lassen.


Ich mag momentan Kuchen, die zwar einfach sind wie ein Rührkuchen, aber trotzdem saftig und cremig wie eine Torte, die aber auch viel aufwendiger wäre.


Mit einem einfachen Käsekuchen ist er trotzdem nicht vergleichbar, der Kokos-Geschmack kommt deutlich aber nicht aufdringlich durch und da kommen einem statt Omas Häkeldeckchen eher weiße Sandstrände mit hohen Kokospalmen in den Sinn...

Eure Christina

12 April 2015

Wir Menschen sind alle verschieden und ich finde das ist auch gut so. Das macht das Zusammenleben spannend, aber auch herausfordernd und birgt Konflikte. Würde ich behaupten, dass man Klassiker nie verändern darf, würde ich wohl eine riesige Debatte anzetteln - zurecht:
- Klingt nun das Original von "Time of my Life" aus "Dirty Dancing" besser als eine der 25 Coverversionen?
- Ist ein guter Sauerbraten immer aus Pferdefleisch?
- Darf in eine Schwarzwälder Kirschtorte auch Quark?
- Muss Donauwelle immer als Blechkuchen gebacken werden?
und schließlich:
- Ist Käsekuchen immer heller Teig und hat Früchte - wenn dann - nur darin und nie darauf?


Marmor-Käsekuchen mit Himbeeren

Zutaten:
1kg Quark (20% Fett)
1 Pck. Puddingpulver
4 Eier
4 EL Grieß
125g weiche Butter
275g Zucker
1 Pck. Backpulver
3 EL Kakao

500g Himbeeren (TK)
2 EL Vanillezucker

Zubereitung:
Quark mit Puddingpulver, Eiern, Grieß, Butter, Zucker und Backpulver verrühren bis sich eine glatte Masse ergibt. Die Butter sollte dabei sehr weich sein, ansonsten kann man sie auch kurz erwärmen. Die Hälfte der Masse in eine Springform geben. Die andere Hälfte mit dem Kakao verrühren, ebenfalls in die Springform geben. Bei 180°C etwa eine Stunde backen und bei leicht geöffneter Ofentür abkühlen lassen.
Die Hälfte der Himbeeren auf dem Kuchen verteilen. Die andere Hälfte in einen kleinen Topf geben und mit dem Zucker vorsichtig erwärmen. Mit einem Pürierstab die Himbeeren pürieren und auf dem Kuchen verteilen. Den Kuchen noch etwa eine Stunde ruhen lassen und dann aus der Springform lösen.



Ich finde: das kann man nicht einfach alles mit ja oder nein beantworten. "Time of my Life" hat meiner Meinung nach keiner je besser hinbekommen, aber eine Schwarzwälder Kirschtorte gibt es auch mit Quark, Donauwelle schmeckt auch als Cupcake und der Käsekuchen sieht doch zweifarbig und mit Himbeerhaube einfach superlecker aus?! (Dass er nicht nur so aussieht, sondern auch ganz vorzüglich schmeckt, brauche ich ja wohl nicht zu erwähnen?!)


Im Übrigen: woraus der Sauerbraten gemacht wird, ist mir persönlich relativ egal, da wird man mich weder mit einem Pferd noch mit Rind, Schwein oder anderem Fleisch überzeugen können...;-)


Wie ist es bei Euch? Glaubt Ihr an den guten alten Klassiker oder ist er dazu da neu erfunden zu werden? Was ist für Euch eigentlich ein echter Klassiker?

Eure Christina

05 April 2015

Na? Sind die Eier gefärbt, der Osterzopf gebacken und sämtliche Vorbereitungen abgeschlossen? Bei uns lief die Küche gestern noch auf Hochtouren, mit dem besten Sohn von allen habe ich mit Lebensmittelfarbe Ombre- und Metallic-Eier gefärbt. Antikgold ist das neue Kupfer, meinte er dabei - mein zuverlässiger Stilberater! Ich finde, er hat vollkommen recht, auch wenn ich persönlich noch ein bisschen an Kupfer hänge... 


Dazwischen haben wir noch eine sündige Leckerei für den Osterkaffee gebacken: fruchtig-saftige Aprikosen treffen auf nussig mandeligen Teig und Mascarpone - und sehen dabei passend zu Ostern nach Spiegeleiern aus!


Spiegelei-Cupcakes (Aprikosen-Mandel-Cupcakes mit Mascarpone-Frosting)

Zutaten für den Teig:
125g weiche Butter
140g Zucker
1 EL Vanillezucker
3 Eier
75g gemahlene Mandeln
75g Mehl
1 TL Backpulver
Dose Aprikosen (Abtropfgewicht 490g)

Zubereitung:
Aprikosenhälften abtropfen lassen. Butter mit Zucker dick cremig aufschlagen und ein Ei nach dem anderen zugeben, weiter schlagen. Mandeln, Mehl und Backpulver mischen und unter den Teig heben. Teig in die zwölf Mulden des Muffinbleches füllen und auf jeden Teigling eine Aprikosenhälfte geben, übrige Aprikosen beiseite stellen. Bei 180°C etwa eine halbe Stunde backen und abkühlen lassen.

Zutaten für die Creme:
250g Mascarpone
200ml Sahne
40g (Vanille-) Zucker

Zubereitung:
Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit den Quirlen des Handrührgerätes aufschlagen bis sich eine feste Creme ergibt. Masse in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen und auf die Küchlein spritzen oder mit einer Palette aufstreichen. Je eine Aprikosenhälfte in die Mitte geben.


Für alle bekennenden Grobmotoriker, die mit dem Spritzbeutel und aufwendigen Dekorationen nichts anfangen können, sind das die perfekten Cupcakes! Einfach die Creme glattstreichen und die Aprikosenhälfte mittig darauflegen und schon machen sie richtig was her!


Ich war vor allem von dem fluffig-saftigen Teig angetan, schön nussig passt er einfach wunderbar zur Creme! Diese schmeckt vanillig und deutlich nach Mascarpone. Ihr müsst übrigens nicht alle Eure Vanillezucker-Päckchen plündern, um auf 40g zu kommen, zwei Päckchen tun es vollkommen, füllt den Rest dann einfach mit normalem Zucker auf. Und für das nächste Mal: Füllt ein Einmachglas mit Zucker, steckt zwei ausgekratzte Vanilleschoten rein und verschließt es, einfach immer wieder nachfüllen und Ihr habt immer Vanillezucker zur Hand!

Was habt Ihr für Pläne für die Ostertage? Seid Ihr traditionell bei der Familie oder entflieht Ihr den Pflichtbesuchen? Wir fahren heute zu meinen Eltern und ich freue mich schon sehr, also traditionell und trotzdem ohne Pflicht! :-)

Eure Christina

08 März 2015

Als ich noch zur Schule ging, hat mir meine Mama jeden Tag Vesper gemacht. Morgens saß sie am Esstisch und hatte vier Brotdosen vor sich, die sie alle mit einem belegten Brot, Obst oder Gemüse und immer etwas Süßem bestückte. Vier Kinder wollen schließlich versorgt sein und es war natürlich keineswegs so, dass sie jedem das gleiche einpacken konnte - jeder von uns hatte seine Vorlieben... :-)
Ab und zu gab es ein Brot mit Eszet-Schnitten, kennt Ihr die? Dünne Schokoladenscheiben, schön knackig und immer wieder ein kleines Highlight in der Vesperdose!
Nach gefühlt 100 Jahren habe ich mal wieder eine Packung gekauft, hatte aber nicht ganz die Vesperbrote von früher im Sinn...

Banana bread

Cakewiches

Zutaten für den Teig:
3 reife Bananen
30g weiche Butter
50g brauner Zucker
70g Honig
1 EL Vanillezucker
1 Ei
1/2 TL Salz
300g Mehl
1 Pck. Backpulver

Zubereitung:
Eine Kastenform (20cm) fetten und mehlen. Bananen, Butter, Zucker und Honig mit den Quirlen des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine cremig rühren, Ei und Salz zugeben und aufschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und unterheben. Teig in die Form geben und bei 180°C backen, abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.

Kuchen

Zutaten für die Füllung:
etwa 150g Frischkäse
1 Pck. Eszet Schnitten
etwa 150g Erdnussbutter (crunchy)
etwa 100g Marmelade

Zubereitung:
Kuchen in fingerdicke Scheiben schneiden. Jede zweite Scheibe mit Frischkäse bestreichen, Schokoladenscheibe darauflegen, mit Erdnussbutter und Marmelade bestreichen und mit einer Scheibe Kuchen belegen. "Sandwich" diagonal durchschneiden.

Kuchen

Die einzelnen Komponenten ergänzen sich perfekt: Banane, Schokolade und Erdnuss, dazu cremig-salziger Frischkäse und fruchtig-süße Marmelade. Weder das Bananenbrot noch die Füllung sind sehr süß, so lässt sich eine solche Cakewich-Ecke wunderbar zum Picknick, zum Tee oder als Snack genießen.

Sandwich Kuchen

Übrigens: als ich so eine Eszet-Schnitte wieder zu Brot probiert habe, konnte ich gar nicht verstehen, was ich daran so toll fand... wie gut, dass ich neue Verwendung dafür gefunden habe!!! :-)

Eure Christina

22 Februar 2015

Während ich den Teig für diese kleinen Schönheiten geknetet und kleine Röschen geformt habe, sprudelten in meinem Kopf die Worte für den Blogbeitrag dazu. Genau das liebe ich am Bloggen: ich habe eine Idee, hege und pflege sie, bis sie reif ist, probiere sie dann aus, kann mit meinen Händen arbeiten, die Idee greifbar machen. Dann lasse ich den Kopf arbeiten, spiele mit Worten, Formulierungen, versuche das zu beschreiben, was in meinem Kopf passiert, wenn der Duft aus dem Ofen in meine Nase steigt. Was in meinem Bauch passiert, wenn ich das Gebackene auf der Zunge und in meinem Gaumen spüre, schmecke - wie sinnlich essen doch ist! Und dann spiele ich mit Licht, versuche das, was ich geschmeckt habe auch noch auf einem Bild zu transportieren, damit Euch das Wasser im Mund zusammenläuft und Ihr sofort Lust habt, in die Küche zu gehen und meine Beschreibung auch für Euch greifbar zu machen...


Ricotta-Rosen

Zutaten für den Teig:
150ml Mandelmilch
1 EL Vanillezucker
Schale einer Zitrone
1/2 Würfel Hefe
Prise Salz
2 Eier
450g Mehl
30g Butter, zerlassen

Zubereitung:
Mandelmilch, Zucker, Zitronenschale, Hefe und Salz in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen bis die Hefe sich aufgelöst hat. In einer Schüssel mit Mehl, Eiern und Butter zu einem glatten Teig verkneten. Dann die Füllung zubereiten.


Zutaten für die Füllung:
250g Ricotta
1 Ei
1-2 EL Vanillezucker

Zubereitung:
Mit bemehlten Händen aus dem Teig Kugeln zu je etwa 30g formen. Kugeln etwa handgroß ausrollen und sechsmal einschneiden (auf 12, 2, 4, 6, 8 und 10 Uhr). Einen Teelöffel Füllung in die Mitte geben und drei Blütenblätter (immer jedes zweite) in die Mitte legen, dabei darauf achten, dass die rechte Kante des Blütenblattes immer unter der vorherigen liegt (siehe Bild). Mit den äußeren Blütenblättern ebenso verfahren. Die Röschen auf einem Blech anordnen und zugedeckt etwa 20-30min gehen lassen, in der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C vorheizen. Etwa 20-30min backen bis die Röschen goldgelb sind und nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.


Ich habe immer die Mandelmilch von alpro im Kühlschrank, die schmeckt uns sehr gut und ist eine gute Alternative zu Kuhmilch. Kuhmilch kaufe ich immer recht knapp ein, weil sich die nicht homogenisierte, nicht hocherhitzte Milch nicht besonders lang hält. Wenn dann mal keine Milch im Kühlschrank ist, greifen wir einfach zu Mandelmilch. Da sie relativ süß ist, habe ich den Zuckergehalt im Teig reduziert. Wenn Ihr normale Milch verwenden wollt, solltet Ihr die Zuckermenge auf zwei Esslöffel Vanillezucker erhöhen.


Nicht nur der Teig, auch die Füllung sind nicht sehr süß. Die Naschkatzen unter Euch können kräftig Puderzucker streuen oder einen Zuckerguss darübergeben - dann allerdings sieht man die zauberhaften Blütenblätter nicht mehr?! Ich möchte Euch ermutigen, sie einfach mal so zu probieren! Zum Brunch oder als Teegebäck kann ich sie mir sehr gut vorstellen. Unter einer knusprigen Kruste verbergen sich luftig-lockerer Teig und cremige Füllung, das Zitronenaroma verbreitet sich im Gaumen und gibt eine frische Note. Wie immer bei Hefeteig schmecken auch diese Teilchen am allerbesten, wenn sie frisch sind. Am zweiten Tag werden sie etwas trockener, backt sie nochmal auf, dann sind sie wie neu! :-)

Na??? Ziel erreicht? Geht Ihr jetzt sofort in die Küche? ;-)

Eure Christina