14 Februar 2016

"Die werden alle denken, ich sei der glücklichste Mann der Welt!" - So die Worte des Liebsten, als er mich diese rosa-rote Candy Bar fotografieren sah. :-)


Der Valentinstag ist in meinen Augen ein Tag, der von der Blumen- und Schokoladenindustrie instrumentalisiert wurde, um sich kräftig zu bereichern. Ja, ja, immer die gleiche Leier rund um diesen Tag... Aber ich bin noch nicht ganz fertig: Ja, die wollen kräftig Geld verdienen, aber seien wir ehrlich: wie oft verschenken wir ohne diesen Anlass Blumen oder Schokolade? Einfach mal so, zwischendurch? Und ich meine nicht nur an den Partner, sondern an all die Menschen um uns herum, die dafür sorgen, dass unser Alltag heller, praktischer, einfacher wird; diejenigen, die unsere Päckchen entgegen nehmen, wenn wir nicht zuhause sind oder die Tür aufhalten, wenn wir vier Einkaufstüten nach Hause tragen?


Ich muss ehrlich gestehen: ich mache das recht selten. Dabei macht es doch riesige Freude, jemanden mit einer Kleinigkeit zu überraschen und ihm so zu zeigen, dass man ihn mag? Ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern und genießen, wie er sich freut? Manchmal, wenn ich weiß, dass ich etwas wirklich passendes für jemanden habe, kann ich es kaum abwarten es zu übergeben und die Reaktion zu sehen!



So ungefähr ging es mir mit dieser Candy Bar: Ich habe vor Weihnachten erfahren, dass ich die Abteilung verlassen würde und der Abschied fiel mir sehr sehr schwer. Ich war dort wirklich von lauter "Herzensmenschen" umgeben und fühlte mich absolut privilegiert, in einem so herzlichen, warmen Umfeld arbeiten zu dürfen. Ich wollte etwas zurückgeben, etwas hinterlassen, etwas, das sie mit mir in Verbindung bringen würden, was meine Abwesenheit aber auch ein wenig einfacher machen würde. Weil ich eine legendäre Büroschublade besitze, die randvoll mit Süßigkeiten gefüllt ist, lag da eine Candy Bar recht nah.



Als also der Tag meines Auszugs aus dem Büro kam, nutze ich die Mittagspause und baute sie in einer Ecke auf, dann wartete ich in meinem neuen Büro gespannt auf die Rückmeldungen...


Nach und nach flatterten dann die Nachrichten ein und alle waren begeistert, haben sich gefreut und bedankt und wirklich jeder wusste sofort, dass das nur von mir sein konnte... :-)


Der Liebste und der beste Sohnemann von allen haben übrigens auch noch genug abbekommen, keiner kam zu kurz! :-) Habt einen liebevollen Sonntag!

Eure Christina

07 Februar 2016

Apfelkuchen ist der Star der Herbst-/ Wintersaison! Auch wenn ich mich schon riesig auf den Frühling freue - der Winter ist noch da, spürbar und macht sich auch im heimischen Obstangebot deutlich bemerkbar. Schon als ich vor einiger Zeit den Apfelkuchen mit Schmandguss und Mandeldecke gezeigt habe, gab es eine Linkliste mit den vielen Varianten von Apfelkuchen, die es hier auf dem Blog bereits gibt, Apfelkuchen geht eben auch einfach immer!
Als mein Schwiegervater letztes Jahr Geburtstag hatte, habe ich schon überlegt wie ich den immer wieder gewünschten Apfelkuchen neu auflegen könnte und mich für Apfelrosen-Küchlein entschieden. Dieses Jahr war ich schon in der heißen Kreativphase, dachte an Cupcakes oder eine Schichttorte - da flog wieder die Apfelkuchenbestellung ein. Eine neue Variante musste her - und es hat sich gelohnt da nochmal alle Apfelkuchenregister zu ziehen!

Hefeteig Streusel

Apfelkuchen vom Blech mit Hefeteig, Rosinen, Marzipan und Streuseln

Zutaten für Teig und Belag:
120g Rosinen
Schuss Amaretto
250ml Milch
70g Zucker
1/2 Würfel Hefe
470g Mehl
70g Butter, zerlassen
etwa 1kg Äpfel (6 Stück)
200g Schmand
200g Marzipan Rohmasse

Zubereitung:
Rosinen in eine flache Schale geben und mit Amaretto übergießen, ziehen lassen. Milch mit Zucker in einem kleinen Topf erwärmen und Hefe hineinbröseln, unter Rühren auflösen und beiseite stellen. Mehl in eine große Schüssel geben und mit der Hefemilch verkneten, Butter nach und nach zugeben. Die glatte Teigkugel kurz zugedeckt gehen lassen, währenddessen die Äpfel schälen, vierteln und vom Kernhaus befreien. Ofen auf 180°C vorheizen. Gut die Hälfte der Rosinen unter den Teig kneten und zwischen zwei Lagen Backpapier auf die Größe des Bleches ausrollen. Apfelviertel in Spalten schneiden und Teig belegen, restliche Rosinen darübergeben. Schmand und Marzipan im Häcksler oder mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse verarbeiten und auf den Äpfeln verteilen.

Zutaten für die Streusel:
100g Butter
100g Zucker
140g Mehl
1 Pck. Puddingpulver

Zubereitung:
Alle Zutaten rasch miteinander vermischen, dass sich eine gleichmäßig bröselige Masse ergibt, zu Streuseln verkneten und auf der Marzipan-Masse verteilen. Kuchen bei 180°C im Ofen etwa 50-60min backen.

Marzipan Rosinen

Ich sollte zu meinen Schwiegereltern nicht zu viel mitbringen ("wer soll das denn alles essen...."), also habe ich eine Platte mit 11-12 Stücken belegt, schließlich waren 5-7 Leute zu erwarten. Das Urteil des Geburtstagskindes: "total lecker, aber viel zu wenig!" :-)

Blechkuchen

Der Hefeteig wird schön luftig und durch die Rosinen fast ein bisschen wie Hefezopf. Die Äpfel sind schön fruchtig-säuerlich und passen gut zur nicht zu dominanten Marzipan-Creme. Und Streusel werde ich in Zukunft häufiger mit Puddingpulver machen - schön vanillig-mürbe machen sie den Kuchen einfach perfekt! Welches ist Euer liebster Apfelkuchen?

Eure Christina

31 Januar 2016

Wenn man regelmäßig verschiedene Zutaten in eine Schüssel wirft um eine kleine, gaumenverwöhnende Leckerei zu zaubern, muss man dieser auch einen Namen geben. Manchmal ist es sonnenklar, wie das Produkt heißen muss: Zutat + Art des Gebäcks (+ zusätzliche besondere Zutat) = Name, so zum Beispiel "Johannisbeer-Cupcakes mit Baiserhaube" - alles klar, oder???
Schwieriger wird es schon, wenn es viele "besondere" Bestandteile gibt, so erging es mir zum Beispiel bei den "weiße Schokolade-Mandel-Himbeer-Muffins mit Cheesecake-Füllung und Streuseln" - so kann doch kein Mensch Gebäck heißen! 
Heute habe ich also Detleff dabei:

Brombeer-Kuchen ohne Backen

Als ich von dieser hübschen Leckerei nämlich ein paar Stücke im Büro dabei hatte und gefragt wurde, was das denn da sei, wusste ich keine Antwort, durch meinem Kopf schossen Begriffe wie "ombre", "cheesecake", "ohne Backen", "Brombeeren", "layered cake",... 
Männer gehen das Thema ja pragmatisch an: "Detleff!" - "Nun ja, wieso eigentlich nicht?!" (Null Informationsgehalt, aber was soll's...) Thomas, sei an dieser Stelle persönlich gegrüßt, danke für den Tipp mit dem Namen! :-)

Brombeeren

Ombre Brombeer-Cheesecake ohne Backen

Zutaten (für eine 18cm Springform):
50g gehackte Mandeln
70g Butterkekse
50g Butter
9 Blatt Gelatine
200ml Sahne
250g Mascarpone
250g Quark 20%
5 EL Zucker
etwa 220g TK-Brombeeren
50g weiße Schokolade
etwa 150g TK-Beeren für die Deko

Zubereitung:
Butterkekse zerbröseln, Butter erwärmen. Mandeln, Keksbrösel und Butter vermischen und in die Springform geben, fest andrücken und kalt stellen.
Je drei Blatt Gelatine in drei Gefäßen mit kaltem Wasser einweichen. Sahne und Mascarpone mit 3 EL Zucker aufschlagen bis sich eine feste Creme ergibt, Quark unterrühren. Brombeeren mit 2 EL Zucker pürieren, gut zwei Drittel davon in eine Schüssel geben, etwa ein Viertel der Mascarpone-Creme zugeben und verrühren. Gelatine aus dem ersten Gefäß erwärmen und nach Packungsanleitung in die kalte Brombeer-Creme rühren. Masse in die Springform füllen, glatt streichen und kalt stellen. Für die zweite, etwas hellere Lage das Drittel Brombeer-Püree mit der Hälfte der verbleibenden Mascarpone-Creme und der zweiten Portion Gelatine wie oben beschrieben vermischen. Auf die dunkle Cremeschicht geben und Kuchen erneut kalt stellen. Restliche Mascarpone-Creme mit der dritten Portion Gelatine verrühren und als oberste Schicht auf den Kuchen geben, am besten über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. 
Weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und vorsichtig auf den Kuchen streichen, mit Beeren belegen.

ombre

Ganz schön kompliziert? Gar nicht so kompliziert wie es sich liest, da könnt Ihr sicher sein. Aufwendig? Schon ein bisschen, das gebe ich zu. Aber auch total hübsch anzusehen, frisch, fruchtig, mit knackig-süßer Schokolade und einem nussigen Boden - Detleff kam sowohl zuhause als auch im Büro sehr gut an! 

ombre cake

Das mit den einzelnen Schichten habe ich nach Augenmaß gemacht, entsprechend sind sie nicht perfekt gedrittelt, Ihr schafft das bestimmt besser! :-) So ein rosa Kuchen ist eine prima Einstimmung auf den Frühling, ich bin bereit, wenn er kommt! Vielleicht ist Detleff aber auch was für den Valentinstag?

Eure Christina

24 Januar 2016

Wir werfen pro Sekunde (!!!) 313kg Lebensmittel weg.
Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel das ist: etwa 417 Leibe Brot, 1252 Päckchen Butter oder 125 kleine Säcke Kartoffeln - das landet hier in Deutschland jede Sekunde im Müll! Bis Ihr bis hierher gelesen habt, sind statistisch gesehen etwa 5300kg Lebensmittel weggeworfen worden, so viel wie etwa fünf Kleinwagen wiegen...

Scheiterhaufen

Hier habe ich einen leckeren Auflauf für Euch, den die Omas mal "erfunden" haben, um altes Brot oder alten Hefezopf zu verwerten - mit ein paar Himbeerchen aufgemotzt ist der so lecker, dass man fast absichtlich das Brot und den Hefezopf im Brotkasten vergessen möchte... :-)

Äpfel

Brotauflauf "Ofenschlupfer"

Zutaten:
alte Brötchen/ Hefezopf (etwa 250g)
4 Eier
200ml Sahne
200ml Milch
2 EL Vanillezucker
2 EL Zucker
3 Äpfel
150g Himbeeren (TK)
50g gehobelte Mandeln
1 TL brauner Zucker

Zubereitung:
Gebäck in 1cm dicke Scheiben schneiden. Eier mit Sahne, Milch und Zucker verquirlen. Äpfel schälen und vom Kernhaus befreien, in Spalten schneiden. Brotscheiben kurz in der Eiermilch wenden und eine gefettete Auflaufform auslegen. Mit einer Schicht Apfelspalten belegen und die Hälfte der Himbeeren darauf verteilen. Eine weitere Schicht Brot, Äpfel und Himbeeren in die Form geben und mit einer letzten Schicht Brot abschließen. Den Rest Eiermilch darüber gießen, mit Mandeln und braunem Zucker bestreuen. Bei 180°C etwa 45min backen.

Brotauflauf

Ich gehöre zu keinem der "no-waste"-Haushalte; ich bewundere sie, aber ich konsumiere auch gern, das gebe ich zu. Allerdings verstehe ich nicht, wie wir so wenig Vertrauen in unsere Sinne haben und uns lieber auf ein vom Hersteller aufgedrucktes Datum verlassen - wohl wissend, dass dieser ein erhebliches Interesse daran hat, seine Produkte zu verkaufen, möglichst häufig. Auch vergessen wir dabei, dass es sich hierbei um das MINDESThaltbarkeitsdatum handelt - das Lebensmittel hält MINDESTENS so lang - vielleicht aber auch noch deutlich länger! Wenn es aussieht wie immer, riecht wie immer und schmeckt wie immer - was soll dann damit sein???


Resteverwertung ist nicht aufwändig, spart Zeit und Geld und ist eine Frage von Kreativität, lasst lieber nochmal Eure Phantasie auf eine kulinarische Reise gehen bevor Ihr nächstes Mal ein Lebensmittel wegwerft! Im besten Fall habt Ihr am Ende so einen köstlichen süßen Auflauf mit säuerlich-fruchtigen Himbeeren und knusprigen Mandeln - Ofenschlupfer eben, wie wir hier in Süddeutschland sagen.

Eure Christina

17 Januar 2016

Manchmal muss man sich was gönnen. Wir Menschen sind da unterschiedlich gelagert, wie ich immer wieder feststellen muss: Manche ruhen in sich selbst, sind zufrieden mit sich und der Welt und daher für die schönen Dinge des Lebens nur bedingt empfänglich; ich glaube sie denken schlichtweg nicht dran, sie sind ja einfach zufrieden. Ihre Emotionskurve stelle ich mir da immer wie eine Linie mit klitzekleinen Ausschlägen vor. Andere wiederum sind unruhig, müssen sich regelmäßig verändern, agieren leidenschaftlich und temperamentvoll und sind Genussmenschen - da zähle ich mich dazu und würde meine Emotionskurve als Berg- und Talfahrt bezeichnen. :-)

glamour luxury cupcakes

Für ebensolche Menschen habe ich diese Cupcakes kreiert: Sie haben einen Hauch Luxus und Glamour an sich, ihr leicht grünlicher Teig macht sie interesant, dabei schmeckt er fein-nussig nach Pistazie und ihre üppige Haube schmeckt schokoladig gehaltvoll, erschlägt den Teig aber nicht.

weiße Schokolade

Pistazien-Cupcakes

Zutaten für den Teig:
100g Butter
150g Zucker
3 Eier
3-4 TL Pistazienmark (z.B. von hier )
150g Mehl
1 TL Backpulver

Zubereitung:
Butter mit Zucker einige Minuten lang dick cremig aufschlagen bis sie fast weiß ist. Eier nach und nach zugeben, dazwischen immer kurz aufschlagen, damit sich eine homogene Masse ergibt. Pistazienmark zugeben, Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls in die Rührschüssel geben. Verrühren bis es ein glatter Teig wird. Auf die 12 Mulden eines Muffinbleches verteilen und bei 180°C backen, abkühlen lassen.

Pistazie weiße Schokolade

Zutaten für das Frosting:
100g weiße Schokolade
60g Butter
90g Puderzucker
100g Doppelrahmfrischkäse

20g gehackte Pistazien für die Deko

Zubereitung:
Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen. Butter mit Puderzucker und weißer Schokolade aufschlagen bis die Creme weiß ist. Frischkäse in zwei Portionen zugeben, dazwischen kurz aufschlagen, dass sich alle Bestandteile miteinander verbinden. Creme in einen Spritzbeutel geben und auf die Cupcakes spritzen. Mit den gehackten Pistazien bestreuen.

weiße Schokoladencreme

Ich könnte mir auch einen Hauch Blattgold auf diesen Cupcakes vorstellen, ein bisschen schillerndes Glitzer passend zu Luxus und Glamour. Sie werten jeden besonderen Anlass auf, da bin ich mir sicher.

Pistazie, weiße Schokolade

Das Pistazienmark in dem oben verlinkten Gläschen reicht für 24 Cupcakes, also könnt Ihr zweimal damit backen, das relativiert auch den Preis. Wenn es Euch dennoch zu teuer ist, könnt Ihr Pistazienmark selber machen, indem Ihr ungesalzene Pistazien im Häcksler so lang mahlt, dass ihr Öl austritt und Ihr eine glatte, cremige Masse habt. Ich habe diese Variante allerdings noch nicht ausprobiert.

Jetzt bin ich ziemlich neugierig: zu welcher Kategorie Mensch gehört Ihr? Tiefenentspannt oder leidenschaftlich? Oder eine gute Mischung? 

Eure Christina

10 Januar 2016

In den letzten Tagen habe ich flüchtig mitbekommen, dass bei Instagram mal wieder die Diskussion darüber aufgekommen ist, dass Blogger nur inszenierte Bilder auf Hochglanzmagazinniveau in ihren Artikeln veröffentlichen und der Leser in eine vermeintlich perfekte Welt mitgenommen wird, derer er dann nicht zu genügen meint. Das schürt Neid, Minderwertigkeitskomplexe und blinden Eifer mit folgendem Aktionismus. 

Ich beteilige mich normalerweise nicht an solchen Diskussionen, weil ich Euch, meine Leser, für clever genug halte, dass Ihr da unterscheiden könnt. Meine Küche ist natürlich nicht immer so aufgeräumt wie hier, schließlich bekommt Ihr mit, wie häufig und wie gern ich sie benutze. Und für meine Fotos gibt es in dieser Wohnung (ja, wir wohnen "nur" in einer Wohnung, kein freistehendes 150qm Haus mit Blick auf die verwegenen Dünen), jedenfalls gibt es hier keine drei Echtholztische mit unverwechselbarer Maserung, auf denen ich meine Fotos "mal eben schnell" schieße. Ich mache es ganz offiziell: Ja, meine Bilder sind inszeniert, nachbearbeitet und sollen Euch in eine perfekte Welt entführen, in der Ihr tierisch Lust bekommt, dieses Gebäck sofort nachzubacken, um Euch ein bisschen perfekte Welt nach Hause zu holen. Seien wir doch mal ehrlich: Würden wir das perfekte Chaos sehen wollen, würde jeder von uns in seine eigene Wohnung schauen, da müssen wir keine Blogs lesen.

Tiramisu

Heute gibt es also einen perfekten Klassiker, den eigentlich jeder kennt und der es dennoch wert ist, hier mal ins Repertoire aufgenommen zu werden, weil einfach himmmmmmmlisch lecker! Vergesst die Detox- Clean Eating-, low-fat-Vorsätze, alles was Ihr dabei verlieren werdet, ist wertvolle Zeit für Genuss und der ist schließlich Seelenbalsam.

Tiramisu (für 6-8 Portionen)

Zutaten:
500g Mascarpone
4 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
4 Eigelb
Zitronenabrieb von etwa einer halben Zitrone
etwa 150g Löffelbiskuits
doppelter Espresso (etwa 80ml)
4cl Amaretto
Kakao zum Bestäuben

Zubereitung:
Espresso aufbrühen und abkühlen lassen, Amaretto zugeben und beiseite stellen. Eigelb mit Zucker und Zitronenabrieb einige Minuten dick cremig aufschlagen. Mascarpone mit einem Kochlöffel verrühren, Eimasse nach und nach unterrühren bis sich eine dicke, glatte Masse ergibt. Mit Löffelbiskuits eine Form (etwa 30x20cm) auslegen und mit dem Amaretto-Kaffee beträufeln, nicht ertränken. Die Hälfte der Mascarpone-Masse darauf verteilen. Eine zweite Lage Löffelbiskuits auf die Creme geben und wieder mit Kaffee beträufeln. Die restliche Creme darauf verteilen, glatt streichen und kalt stellen, am besten über Nacht. Vor dem Servieren mit Kakao bestäuben. Da hier rohe Eier verwendet werden, ist es unerlässlich, dass diese Eier absolut frisch sind!

Tiramisu

In der perfekten Blogger-Welt habe ich in unserer aufgeräumten, weißen Küche gestanden, vorbildlich Mise en Place betrieben und dann Mama-Miracoli-mäßig den Kochlöffel mit dem herzförmigen Loch geschwungen, dabei gesungen (aber natürlich nicht nach Frederico gerufen, den gibt es hier nicht).

italienisches Dessert

In der realen Blogger-Welt war es schon spät und ich hatte keine Lust den Mascarpone von Hand zu verrühren, weil das ganz schön anstrengend ist (ja, ja, man könnte ja mal Sport treiben...). Prompt habe ich zu lang geschlagen und er wurde flüssig - nicht mehr zu retten. Also nochmal los, Eier und Mascarpone besorgen und dann Mama-Miracoli-mäßig genervt den Kochlöffel geschwungen...

Tiramisu gegessen

Das Tiramisu jedenfalls (das jetzt definitiv zu kurz gekommen ist) war ein absoluter Traum, nicht zu viel Kaffee, nicht zu viel Alkohol, nicht zu feucht, schön cremig - es darf ab und an eben auch ein Klassiker sein!

PS: fast hätte ich es vergessen: beim zweiten Bild hatte ich Unterstützung von meinem nach-Lust-und-Laune-Fotoassistent aka bester Sohnemann von allen.

Eure Christina

03 Januar 2016

Habt Ihr die Urlaubsplanung für 2016 schon fertig? Plant unbedingt noch einen Trip nach London ein! Warum? Darum: Seit ich vor dreieinhalb Jahren in London war, habe ich diese Stadt nicht vergessen. Bei unserem Kurztrip damals (*zum Bericht hier klicken*) hatte ich mich verliebt in dieses bunte Fleckchen mit der gelungenen Mischung aus konservativ und modern, alt und neu, royal und einfach, Glas und Stein, schick und hässlich, Punk und Romantik, ... ich könnte noch so viel mehr schreiben! Heute habe ich einige Schnappschüsse und kulinarische Geheimtipps für Euch:

Buckingham Palace

Buckingham Palace

In der Brick Lane im Osten Londons reiht sich ein indisches Restaurant an das nächste, wir sind bei "Aladin" eingekehrt - und haben wahnsinnig gut gegessen! Man sagt es sei das beste Curryhaus Londons, es war viel los und einige Gäste mussten wegen Überfüllung abgewiesen werden.

Aladin London

Eine Mischung aus Shop mit Snacks zum Mitnehmen, Bistro mit Kleinigkeiten und Kaffee und Pizzeria mit Holzofen ist das "Warehouse" aus der Kette von Benugo ebenfalls im Osten Londons in der Commercial Road.

Benugo London

Es gibt dort suuuperleckere Paninis mit toll abgestimmten Zutaten, die sich geschmacklich unheimlich gut zusammenfügen. Ich hatte beispielsweise spanische Chorizo, Ziegenkäse, Tomaten, Basilikum und irgeneine süßliche Komponente, die ich nicht genau ausmachen konnte:

Benugo London

Wenn Ihr in eine Sportsbar gehen und mit den Londonern ein Feierabend-Bierchen trinken möchtet, seid Ihr im "Jetlag" gut aufgehoben (für alle Fußballverrückten wird dort auch die deutsche Bundesliga gezeigt). Dort gibt es neben klassischen Burgern auch mexikanische Quesadillas:

Jetlag Sportsbar

Absolutes Pflichtprogramm in London: der Camden Market. Shabby, ausgefallen, vintage, retro, Ramsch, der Markt ist so bunt wie die Menschen dort. Für kleines Geld kann man am ungarischen Stand gut bodenständig essen und wird satt für einen ganzen Tag, selten genug in London.

London

hungarian food

Wer nach einer großen Portion vegetable stew und Kartoffelspalten noch süßen Hunger hat, kann noch ein Stückchen ungarischen Honigkuchen essen:

hungarian food

...oder man greift hier zu (abends im Ausverkauf vier Stück für ein Pfund, aber ganz frisch schmecken sie besser), der Mann links mit der Mütze ist übrigens der Besitzer des Stands (falls Ihr Euch jetzt eine hübsche Blondine mit Schürze vorgestellt hattet)

london

Ich persönlich mag den Piccadilly Circus bei Dämmerung am liebsten, so sieht man die beeindruckenden Reklametafeln, aber kann auch die unheimlich aufwändig strukturierten Fassaden sehen. Jetzt im Winter müsste man dann natürlich schon nachmittags hin, das haben wir dieses Mal nicht geschafft, da saßen wir noch...

London

...in meinem persönlichen Lieblingsparadies, das ich in den vier Tagen, die wir da waren, zweimal besuchen musste: Peggy Porschens Parlour, ihr kleiner Laden in der Ebury Street nahe der Victoria Station. Wenn ich die Klinke der rosa Tür herunterdrücke und in diesen winzigen Laden mit den drei Tischchen komme, geht mir das Herz auf. Alles ist liebevoll und mit einem Blick für Details dekoriert, alles passt ganz wunderbar zusammen. Schon beim letzten Mal war ich total angetan! Zu dem salted caramel cupcake sage ich lieber gar nichts, denn Worte können nicht beschreiben, was da im Mund passiert...

London

Peggy Porschen

Peggy Porschen

Peggy Porschen

Peggy Porschen

Eine weitere Station, die man als Foodie besucht haben muss, ist "Recipease" von Jamie Oliver; wir sind bei unserem Spaziergang durch die Straßen von Notting Hill daran vorbeigekommen. Im Erdgeschoss sollte man am besten einen gut gefüllten Geldbeutel dabei haben, da gibt es allerlei Zubehör für die Küche und Delikatessen zu kaufen (mir ist ein Set Emaille Auflaufformen samt Tasche in die Hand gesprungen). Im ersten Stock oben kann man dem vorbeifahrenden Verkehr vor den bunten Hauswänden zusehen und Leckereien essen.

Notting Hill

Jamie Oliver

Recipease

Salad

Notting Hill

Urlaubsplanung verworfen? London eingeplant? Also für mich steht fest: ich war nicht zum letzten Mal dort! Wir haben einige neue Ecken entdeckt und ich bin mir sicher, das war längst nicht alles! Und allein für einen Cupcake von Peggy lohnt sich der Trip...

Eure Christina